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Zeit ist, was verhindert, dass alles auf einmal passiert. In der Seele sind wir viele Generationen, denn viele Menschen haben dazu beigetragen, dass heute ein Mensch da ist und lebt, mit all seinen Besonderheiten und Seinszusammenhängen. Denken wir nur daran, dass jeder von uns zwei Eltern hat, vier Großeltern, acht Ururgroßeltern, um nur die letzten drei Generationen zu nennen. Das Leben kommt durch viele Personen und von weit her. Und es bewegt sich weiter in jedem, der jetzt hier ist. Im Rahmen einer Aufstellung öffnet sich für kurz ein zeitloser
Raum. Darin macht sich ein inneres Bild der wichtigen Personen der Ursprungs-
oder Gegenwartsfamilie oder der Partnerschaft nach außen sichtbar. Was in Beziehung verletzt wurde, will auch in Beziehung
wieder geheilt sein. Das Übernehmen fremder Gefühle, etwa Schuld und Scham oder Einsamkeit und Wut, auch unbewusste Verhaltenswiederholungen, mittels derer sich ausgeschlossene Personen und Ereignisse anzeigen, treten hervor und können auf respektvolle Weise gelöst werden. In meiner Erfahrung ist dieselbe Liebe, die ein Symptom hervorbringt, meist auch in der Lage, es wieder aufzulösen. Was in Beziehung verletzt wurde, will auch in Beziehung wieder geheilt sein. Dazu müssen aber nicht die ursprünglich beteiligten Personen anwesend sein. Das Wirken der Unendlichkeit in uns Durch das Aufstellen erfährt man etwas über sich, was sonst nur schwer zugänglich ist. Das gemeinsame Hervorbringen der Lösungsbewegungen durch alle Beteiligten im Schutz der Gruppe geht weit über das Therapeutische hinaus. Eine Aufstellung ist nur möglich, weil wir alle das Wirken der Unendlichkeit in uns tragen, weil wir gleichermaßen Zugang haben zur gemeinsamen Quelle des Seins, jetzt, hier, in diesem Körper.
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